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Das österreichische Ernährungssystem verursacht jährlich externe Kosten in Höhe von 5 bis 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Wasseraufbereitung, Bodenverlust, Klimaschäden und Gesundheitsbelastungen. Ab 2027 kommen dazu noch Klimastrafzahlungen. Ein erheblicher Teil davon ist vermeidbar. Die Einsparungen entstehen nicht auf dem Teller, sondern in diesen nachgelagerten Kosten, die heute still und unsichtbar von der Allgemeinheit getragen werden.
Ein einjähriger, österreichweiter Analyseprozess mit über hundert Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Landwirtschaft, Verwaltung und öffentlicher Beschaffung hat die Folgekosten des aktuellen Ernährungssystems systematisch erfasst und Einsparungspotenziale sichtbar gemacht. Das Ergebnis ist eindeutig:
Biologische, regenerative Bewirtschaftung, regionale Kreisläufe, die konsequente Reduktion von Lebensmittelverschwendung und eine den Ernährungsempfehlungen konforme öffentliche Beschaffung können gemeinsam Milliarden einsparen, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Im Gegenteil: Je weniger unser Ernährungssystem von Importen, fossilen Betriebsmitteln und volatilen Weltmärkten abhängt, desto resilienter wird es gegenüber Krisen.
Was wir fordern.
Wir, die Unterzeichnenden, fordern die österreichische Bundesregierung und den Nationalrat auf, unverzüglich die Voraussetzungen zu schaffen für:
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Ein parteiunabhängiges, ressortübergreifendes Kompetenzzentrum für Sustainable Food Systems, das die realen Folgekosten des Ernährungssystems kontinuierlich berechnet, volkswirtschaftliche Einsparungspotenziale sichtbar macht, Governance-Modelle für Versorgungssicherheit und Krisenresilienz entwickelt und Politik sowie Verwaltung unabhängig berät.
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Ein Living Lab für nachhaltige öffentliche Beschaffung, das BestPractice-Modelle entwickelt und erprobt, damit die öffentliche Hand ihrer Vorbildwirkung gerecht wird und Steuergeld wirksam einsetzt.
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Kostenwahrheit als Grundlage agrarpolitischer Entscheidungen – durch die verpflichtende Einbeziehung externer Kosten in Fördersysteme, Vergabeverfahren und politische Folgenabschätzungen.
Einsparungen, die durch den Abbau von Folgekosten entstehen, sollen zweckgebunden in nachhaltige öffentliche Lebensmittelbeschaffung, bioregionale regenerative Landwirtschaft, soziale Ausgleichsmaßnahmen und in die weitere Transformation des Systems fließen. Transformation braucht Fairness, niemand darf zurückgelassen werden.
Bitte unterstütze/n Sie/Du diese wichtigen Forderungen für ein langfristig stabiles und zukunftstaugliches Ernährungssystem.
Hier gehts zum Unterschreiben! DANKE, auch fürs Weitersagen und Teilen auf Social Media.

v.l.n.r: Gerhard Zoubek (Adamah Biohof), Sigrid Stagl (WU), Barbara Holzer (Zukunft:Essen)

Veröffentlicht am: 9. Juni 2026

